CDU regt Bürgerbefragung zu „schnellem Internet“ an

stefan-brumm_2892Schnelles, bezahlbare Internetanbindungen sind für viele Bürger und Gewerbebetriebe heutzutage essenziell. Die CDU Bad Bramstedt ist sich der Bedeutung gewiss und hat dem Thema in ihren Fraktionssitzungen seit langem viel Aufmerksamkeit eingeräumt. Die SPD Bad Bramstedt hat sich jetzt auch diesem Thema angenommen (SZ vom 16. Mai). Dabei hat die SPD leider wesentliche Sachverhalte falsch dargestellt. Bad Bramstedt ist über drei Glasfaserleitungen und nicht nur einem, wie SPD-Pressesprecher Schadendorf ausführt, angebunden. Interessierte können dies und weitere Informationen sehr schnell im Breitbandatlas des Landes (www.bkzsh.de/de/Breitbandatlas.htm) finden. Ebenso ist es verkehrt, dass Bad Bramstedt mangels Glasfaseranbindung Wettbewerbsnachteile besitzt. In unserer Stadt konnten und können große Firmen mit weit überdurchschnittlichem Bandbreitenbedarf seit langem von schnellen Internetanschlüssen partizipieren. Dies erfolgt je nach Standort und Bandbreitenbedarf im Regelfall über einzelverhandelte Anschlüsse, so gab es vor kurzem auch ein Rechenzentrum mit Ansiedlungsinteresse für Bad Bramstedt.

Für die Bürger und kleinere Gewerbebetriebe bietet Bad Bramstedt bereits jetzt in weiten Teilen des Stadtgebietes gute Bedingungen. Zum einen gilt dies über die DSL-Verbindungen verschiedener Provider, zum anderen über das Netz von Kabel Deutschland. Dies bietet bereits jetzt im Regelfall die doppelte Geschwindigkeit gegenüber der von der SPD genannten Grenze von 15 MBit/s.

Langfristig gesehen ist jedoch auch für Bad Bramstedt ein Glasfasernetz in der Stadt anzustreben. Ein wirtschaftlicher Ausbau dieser superschnellen Daten- und Kommunikationsnetze setzt eine Mindestanschlussquote voraus. Während im Amt Bad Bramstedt Land mit 60% kalkuliert wurde, könnte in Bad Bramstedt, wegen der höheren Bebauungsdichte, bereits eine Quote von 40-50% ausreichend sein, schätzt Glasfaserexperte Stefan Brumm aus den Reihen der CDU. Den notwendigen Investitionsbedarf sieht Brumm bei über 10 Mio. €.

Erfahrungen in vergleichbar gut erschlossenen anderen Städten Schleswig-Holsteins zeigen jedoch, dass es noch schwer ist bei einer Versorgungslage wie in Bad Bramstedt knapp die Hälfte der Bevölkerung zu einem Wechsel zu motivieren und Verträge mit Monatstarifen zwischen 50 und 60€ abzuschließen. Diese Erfahrungen macht sowohl E.ON Hanse bei seinen Ausbauprojekten wie auch diejenigen Stadtwerke, die jetzt beginnen in diese Zukunftstechnik zu investieren.

Die CDU Bad Bramstedt bleibt bei diesem Thema engagiert und regt als ersten Schritt an, gerne auch über die Stadtwerke Bad Bramstedt, die Nachfrage und Zahlungsbereitschaft der Bürger und relevanter Gewerbebetriebe detailliert zu erheben. Die CDU Bad Bramstedt bietet bei diesem wichtigen Thema allen Fraktionen eine konstruktive Zusammenarbeit an und stellt dazu das in ihren Reihen vorhandene umfangreiche Know-How gerne zur Verfügung.

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