Erste Schritte in Berlin

ci_54233mod2Schon zwei Tage nach der Bundestagswahl absolviert Mark Helfrich die ersten Schritte im politischen Berlin: Der 35-jährige stellt sich bei der schleswig-holsteinischen Landesgruppe vor, die kurze Strecke von der Landesvertretung zum Reichstagsgebäude gehen die CDU-Abgeordneten aus dem Norden anschließend gemeinsam zu Fuß. „Schon bei der ersten Fraktionssitzung herrschte eine ganz entspannte, fast schon familiäre Atmosphäre. Es gibt ein sehr gutes kollegiales Miteinander mit Freiräumen für jeden Einzelnen“, beschreibt Helfrich seine Eindrücke von der Vollversammlung der 311 christdemokratischen Abgeordneten. Obwohl: MdB ist der Dägelinger streng genommen erst mit der Konstituierung des Deutschen Bundestages am 22. Oktober: „Mit dem Ertönen des Gongs um 11.00 Uhr war ich dann auch ganz offiziell Abgeordneter – das war ein bewegender Moment.“

Schmunzeln muss er dagegen bei der Standardfrage nach dem Sitzplatz im Plenum: „Da herrscht das Mallorca-Prinzip.“ Frühes Reservieren sichert – analog zum morgendlichen Handtuchwurf auf der Ferieninsel – auch im Bundestag die besten Plätze. Nur die allerersten Reihen bleiben nach ungeschriebenem Gewohnheitsrecht für die Spitze der Fraktion reserviert.

Während Helfrich eine kleine Wohnung anmietet, ein Büro bezieht, Bewerbungen sichtet, Mitarbeiter einstellt und beginnt, den Arbeitsalltag zu organisieren, laufen bereits die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD. „Ich bin optimistisch, dass es zu einem guten Verhandlungsergebnis kommt – schließlich kennen sich viele der wesentlichen Akteure ja seit langem“, sagt Helfrich, pocht dabei aber auch auf die grundlegenden Ziele der CDU. Der ausgeglichene Haushalt 2014/15 ohne Steuererhöhungen ist für ihn ein Punkt, der keinesfalls am Verhandlungstisch geopfert werden darf. Eine Chance für Kompromisse sieht er dagegen beim Mindestlohn. „Dazu gibt es inzwischen einen breiten gesellschaftlichen Konsens“, sagt Helfrich, mahnt aber eine sachgerechte Fortschreibung mit Augenmaß an: „Die Ergebnisse dürfen natürlich nicht für alle Zeiten zementiert sein, sondern müssen durch eine Sachverständigenkommission im Lichte des Arbeitsmarktgeschehens weiterentwickelt werden.“ Als Spezialist für Energiewirtschaft verfolgt er insbesondere die Gespräche zum Thema Windenergie mit großem Interesse: „Ich bin mir sicher, dass es ein Ergebnis gibt, das der Bedeutung Norddeutschlands als Windstandort Nummer eins Rechnung trägt.“

Die Besetzung der Ausschüsse – und damit auch die Frage der künftigen Arbeitsschwerpunkte in Berlin – bleibt durch die laufenden Koalitionsverhandlungen vorerst noch offen. Im heimatlichen Wahlkreis, den er als einziger Bundestagsabgeordneter vertritt, sieht sich Helfrich aber angesichts eines stetig voller werdenden Terminkalenders schon jetzt rundum akzeptiert: „Es gibt zahlreiche Gesprächsanfragen zu unterschiedlichsten Themen, viele Termine vor Ort oder auch Anfragen von Schulklassen, die sich über meine Arbeit informieren wollen. Gerade diese große Bandbreite freut mich sehr, denn mein Anspruch ist es, Abgeordneter für alle Menschen im Wahlkreis zu sein.“

Eine gesegnete Weihnachtszeit wünscht

Ihr

Mark Helfrich, MdB

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