Vorschläge der CDU Fraktion Bad Bramstedt zum Verkehrskonzept

Nach eingehender Auswertung des städtebaulichen Rahmenplanes der Stadt Bad Bramstedt aus dem Jahre 1984, der Ergebnisse des städtischen Workshops, der Planungsvorschläge des Bürger- und Verkehrsvereins und anderer unterbreitet die CDU Fraktion für die weiteren Gremienberatungen nachfolgende Vorschläge für das Verkehrskonzept : 

Mit der Fertigstellung der Ortsumgehungsstraße zum Jahreswechsel 2011/2012 werden sich die Verkehrsströme in und um Bad Bramstedt nachhaltig verändern mit der Folge einer erheblichen Entlastung der Innenstadt von Fahrzeugen, Lärm und Abgasen und damit eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität für die Einwohner in der Stadt; diese Wertsteigerungen sollen durch eine Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in der Stadt und weitere städtebauliche Maßnahmen optimiert werden; die Umsetzung ist zum Teil vordringlich, sie kann zum anderen Teil in den nächsten Jahren entsprechend der sich ergebenden Verkehrsentwicklung vollzogen werden.

 I.  Vordringliche Maßnahmen bis zur Eröffnung der Umgehungsstraße:

  • Der Lohstücker Weg bleibt Bundesstraße und wird die Hauptzufahrt in die Stadt; für einen geordneten Verkehrsfluss sind erforderlich- die Schaffung einer Ampelanlage an der Kreuzung Amt Bad Bramstedt-
       Land/Famila ,
    – die Kreuzung Butendoor/Lohstücker Weg wird mit
      leistungsfähigen Abbiegespuren und einer bedarfsgerechten
      Ampelschaltung versehen, die insbesondere den Abbiegeverkehr
      optimiert.
  • Die Bimöhlerstraße wird ebenfalls Zugangsstraße von der Umgehungsstraße, allerdings mit geringeren Auswirkungen:- der Bahnübergang muss verbessert werden; die Schließzeiten für die
      Schranken sind durch die AKN deutlich zu reduzieren; z.B. dadurch,
      dass keine Begegnung von Personenzügen in Bad Bramstedt stattfindet,
      sondern in Wiemersdorf oder Lentföhrden,
    – es sind Abbiegespuren vom Landweg zur König-Christian-Straße in
      beiden Richtungen zu schaffen,
    – die Ampelschaltung ist zu optimieren, z.B. muss es möglich werden, bei
      geschlossener Schranke aus dem Landweg nach rechts in die König-
      Christian-Straße abzubiegen.  

II. Möglichst noch bis zur Eröffnung der Umgehungsstraße sollten folgende Maßnahmen angestrebt werden:

 –       Geschwindigkeitsreduzierung in der Bimöhlerstraße durch stufenweise angelegte Parkzonen am Fahrbahnrand, die auf beiden Seiten durch Markierungen eingerichtet werden.
–       Die Verbindungsstraße von der Hamburger Straße zum Bleeck im Bereich der Raiffeisenbank ist für den allgemeinen Verkehr zu schließen; von Süden her ist eine Einbahnstraße einzurichten als Zufahrt zu den Parkplätzen, Tankstelle, Burger King in Richtung Norden; am Ende dieser Anlieger-Einbahnstraße darf nur nach rechts in die Straße vor der Raiffeisenbank oder nach links in die Altonaer Straße abgebogen werden
(keine Durchfahrt gerade aus auf den Bleeck!); die frei werdenden Straßenflächen können als Pkw-Parkraum genutzt werden. Dafür entfallen die Parkplätze auf städtischem Grundstück nördlich der Raiffeisenbank an der Grünfläche.
–       Die Straße vor der Raiffeisenbank ist wieder für den allgemeinen Verkehr in beide Fahrtrichtungen zu öffnen, und zwar mit einer Linksabbiegespur an der Einmündung Butendoor in Richtung Norden; ebenso ist die Straße vom Butendoor im Bereich der Raiffeisenbank mit einer Linksabbiegespur zu versehen in Richtung Straße vor der Raiffeisenbank.
–       Schaffung einer Zufahrt vom Bleeck auf den Parkplatz an der Westseite des Bleeck im Bereich der Bushaltestelle (Sofortmaßnahme!).

III.  Nach Fertigstellung der Umgehungsstraße und einer Übersicht über die dadurch bedingte Verkehrsentwicklung sind folgende Maßnahmen mittel- und langfristig durchzuführen:

  •  Bleeck :

 –       Fahrbahnreduzierung zunächst durch Markierungen,

–       Ampelregelung an der Kreuzung Glückstädter Straße/Mühlenstraße
        (kein Kreisel!).

–       keine Durchfahrt von der Hauptstraße über den Parkplatz zum Achtern Bleeck

–       der Parkplatz auf der Westseite muss in seinem jetzigen Umfang für die vielfältigen Nutzungen bestehen bleiben (z.B. Parkangebot bei überörtlichen Veranstaltungen im Schloss bzw. Kaisersaal; Nutzung durch Wochenmarkt und Großveranstaltungen wie Musikfest, Jahrmärkte, verkaufsoffene Tage, Weihnachtsmarkt und vieles mehr); die Parkplätze an der Ostseite sind auch von Norden her durch Aufgabe des durchlaufenden Striches anzufahren(links abbiegen!); keine Schrägaufstellung,

–       Der Taxenparkplatz bleibt an seinem Standort mit einer Optimierung der Zu- und Abfahrt.

  •  Landweg/Maienbeeck :-       Gestalterische Maßnahmen wie Begrünung,

–       Schaffung von Vorflächen,

–       Schaffung eines Radweges,

–       Kirchenkreuzung Regelung durch bedarfsgerechte Ampelschaltung unter besonderer Berücksichtigung der Abbiegeverkehre.

Später kann geprüft werden, ob Ampelanlagen in der Innenstadt entfallen können und ersetzt werden durch Vorfahrtsregelungen, Vorfahrt rechts vor links oder Lreisverkehr, wobei die CDU Kreisverkehre in der Innenstadt grundsätzlich nicht für günstig hält, weil sie einen erheblichen Platzverzehr haben und nur den Pkw-Fahrer bevorzugen mit erheblichen Nachteilen für Radfahrer und Fußgänger; Kreisverkehre an der Kirchenkreuzung bzw. an der Kreuzung leeck/Glückstädterstraße, Mühlenstraße würden zu erheblichen Verschlechterungen der jetzigen Nutzungen beim Bleeck vor Rolands-Eck, an der Grünfläche  und vor Fülscher und bei der Kirchenkreuzung beim Parkplatz vor dem alten Amtsgericht und an der Kirche führen.´

  • Butendoor/Oskar-Alexander-Straße:abknickende Vorfahrt vom Butendoor zum Kurgebiet und umgekehrt zur Verbesserung der Verkehrsanbindung. 

Die Abwicklung der mittel- und langfristigen Maßnahmen wird sich im Wesentlichen nach den finanziellen Möglichkeiten der Stadt Bad Bramstedt richten, wobei es nach wie vor wünschenswert ist, wenn öffentliche Fördertöpfe mit Zuschüssen, zinsgünstigen Darlehen etc. sich beteiligen werden; die Anlieger von Bleeck, Kirchenbleeck, Landweg und Maienbeeck sind zum Teil schon mehrfach zu Anliegerbeiträgen herangezogen worden, so dass eine Inanspruchnahme – soweit rechtlich zulässig – vermieden werden sollte. Die CDU-Fraktion wird bei jeder in Betracht kommenden Maßnahme hierauf in besonderer Weise achten.

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