Zur Auswirkung der Umgehungsstraße auf Bad Bramstedt

In seiner monatlichen Unfrage stellte das Stadtmagazin Bad Bramstedt der CDU-Fraktion die Frage, welche Pläne und Visionen sie mittel- und langfristig mit diesem „historischen“ Ereignis für Bad Bramstedt verbindet? Darauf antwortete Claus Bornhöft, Sprecher im Planungsausschuss, wie folgt!

Vor fast 30 Jahren war die CDU Bad Bramstedt Vorreiter und hat allein eine Umgehungsstraße für Bad Bramstedt gefordert. Erst mit der Zeit schwenkten nacheinander die FDP und dann auch die SPD auf die Forderung nach einer Umgehungsstraße ein. Der Bürger- und Verkehrsverein unterstützte die Pläne nachhaltig und organisierte unter Karl Wagner eine Bürgerdemonstration mit einer vorübergehenden Schließung der B4/B206 im Bereich Bleeck und Kirchenbleeck.

Udo Gandecke (CDU) als Bürgermeister der Stadt Bad Bramstedt und Dietrich Austermann (CDU) zunächst als Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Steinburg/Segeberg-West und später als Landesverkehrsminister haben die Planungen für die Umgehungsstraße immer wieder forciert und in den zuständigen Gremien vorangebracht, so dass schließlich am 10.01.2009 mit dem Bau auf dem ersten Teilabschnitt begonnen wurde. Jetzt haben wir das große Glück, dass die Umgehungsstraße fertig ist.

Nun gilt es, mit klugen und genehmigungsfähigen Entscheidungen unsere Innenstadt vom Fahrzeugverkehr zu entlasten. Der Durchgangsverkehr, d.h. alle diejenigen, die nicht in Bad Bramstedt halten wollen, sollten auf der Umgehungsstraße bleiben oder auf die Umgehungsstraße gelenkt werden. Der Zielverkehr in die Stadt hinein und aus der Stadt heraus soll optimal beeinflusst werden im Interesse einer deutlichen Verkehrsberuhigung in der Innenstadt.

Alle Bürger und Politiker wünschen sich eine Verkehrsberuhigung in der Innenstadt und für weite Bereiche eine Tempo 30-Zone. Hieran kann jeder Verkehrsteilnehmer in Bad Bramstedt und Umgebung mitwirken, indem er die Abfahrt von der Umgehungsstraße wählt, die seiner Wohnung bzw. seinem Arbeitsplatz am nächsten gelegen ist. Damit entlasten wir Bleeck, Kirchenbleeck und den Maienbeeck.

Die von allen gewünschte Tempo 30-Zone ist nach § 45 Straßenverkehrsordnung überhaupt nur genehmigungsfähig, wenn der Bereich ohne Ampeln und ohne Fußgängerübergänge geregelt werden kann.  Hier sollten alle bedenken, dass die Verkehrslenkung kein „Wunschkonzert“ ist, sondern strengen gesetzlichen Regelungen unterliegt, die die Straßenverkehrsbehörde ihrer Entscheidung zugrunde legen muss.

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