Bürgersolaranlage für Bad Bramstedt – eine zweischneidige Angelegenheit

Die CDU Bad Bramstedt begrüßt den Einsatz erneuerbarer Energien. Langfristig geht daran auch aus unserer Sicht kein Weg vorbei. Ebenso freuen wir uns immer, wenn Bürger selbst Initiative ergreifen um unsere Stadt noch lebens- und liebenswerter zu machen. Bereits beim Bau der neuen Schäferberghalle haben wir darauf geachtet, dass die Errichtung einer Solaranlage als Option geprüft wird. Es hat sich allerdings gezeigt, dass eine ausreichende Wirtschaftlichkeit nicht gegeben ist. Auch bei der jetzigen Initiative gibt es Punkte, die uns zu großer Skepsis führen.

Zunächst ist es der Standort Bad Bramstedt. Für die Sinnhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit einer Anlage ist der Standort einschl. der Frage des Gebäudes, das man nutzt, die entscheidende Frage. Allen bekannt ist, dass im Süden die Sonne stärker scheint als bei uns im Norden. Technisch gesehen heißt dies, dass wir in Bad Bramstedt nur eine Sonnenintensität von ca. 920 kWh/m2 haben, z.B. in Bayern aber die Strahlungsintensität Werte von über 1200 kWh/m2 erreicht (130% des Wertes von BB!). Die Module kosten in Deutschland überall annähernd dasselbe und die gesetzliche Vergütung differenziert auch nicht nach guten oder schlechten Standorten. Unter diesen Voraussetzungen wird die Rendite hier nur unterdurchschnittlich sein können. Anhand einer Beispielrechnung haben wir uns informiert und gesehen, dass eine 5%-Rendite z.B. erfordert das Fremdkapital zur Finanzierung des Projekts zu einem Zinssatz von rd. 3% zu erhalten. Hier muss jeder Bürger für sich gut abwägen, wie er die Chancen und Risiken eines solchen Projektes bewertet und am Ende seine eigene Entscheidung treffen

Die weitere Frage ist, ob es geeignete Gebäude in Bad Bramstedt gibt. Hierzu wäre eigentlich eine Detailanalyse erforderlich. Allerdings haben die Fachleute in unserer Fraktion sofort erkannt, dass das von der Fraktion der Grünen ins Auge gefasste Gebäude der Stadtwerke nur 2.Wahl sein kann. Die Dachfläche ist nicht exakt Süd-ausgerichtet und durch Lüfter unterbrochen. Viel sinnvoller wäre zum Beispiel das Dach der Schule Hoffeldweg zu nutzen, hier müsste man sich jedoch mit dem Schulverband vorher noch verständigen.

Unsere größten Bedenken sind allerdings volkswirtschaftlicher Natur und gelten der Frage der Energiekosten. Alle Vergütungen, die Investoren in erneuerbare Energien qua gesetzlicher Regelung fest und langfristig garantiert bekommen, müssen vorher von den Energieverbrauchern aufgebracht werden. Für 2011 schätzt man bundesweit die Summe auf deutlich über 15 Mrd. €, die an Windenergieanlagenbesitzer, Biogasanlagenbetreiber oder Photovoltaikanlagenbesitzer ausbezahlt werden. Für den Strompreis wird geschätzt, dass dies rd. 3,5 ct/kWh ausmacht, die wir alle für die Vergütung der Investoren über unsere Stromrechnung aufbringen müssen. Je höher die Vergütung für eine kWh aus Photovoltaik oder Wind ist, desto stärker steigt diese Umlage. Und hier setzt unsere Kritik an. Es ist richtig die Erneuerbaren zu stärken. Da sie gegenüber klassischen Kraftwerken wie Gas- oder Kohle weitaus höhere Erzeugungskosten haben, muss man sie unterstützen. Es ist aber Ziel der CDU dann mit Augenmaß zu fördern. Wenn man mit einem Euro Invest im Süden weit mehr sauberen Strom produzieren kann sollte man dort stärker als bei uns investieren. Wenn man weiß, dass Strom aus Windenergie nur die Hälfte des Stroms aus Solarzellen kostet, dann sollte man in Windenergie und nicht in Solaranlagen investieren. Und wenn man weiß, dass die günstigste Art der Umweltschonung ist, den Stromverbrauch zu reduzieren und damit gar nicht erst produzieren zu müssen, dann kann man sicherlich verstehen, warum wir insgesamt uns nicht für eine Photovoltaikanlage aussprechen können. Wer es als Privatmann betrachtet kommt vielleicht zu einer anderen Abwägung, aus kommunalpolitischer Sicht sprechen wir uns jedoch in Abwägung aller Aspekte gegen die Initiative aus.

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CDU Bad Bramstedts veranstaltete Vortrag zur Landesgartenschau Schleswig-Holstein

Eines der großen Projekte im südlichen Schleswig-Holstein ist die Landesgartenschau Schleswig-Holstein  (LGS) in Norderstedt, die am 21. April für die Besucher ihre Tore öffnet, um dann bis zum 9. Oktober unter ihrem Motto „Dreifach einmalig“ ein attraktives Programm und natürlich Blumen und Blüten in unendlicher Vielzahl und Farbenpracht zu bieten. Dieses Motto spielt dabei auf die drei Ausstellungsbereiche „Waldpark“, “Seepark“ und „Feldpark“ der LGS an.

Das Projekt LGS wird weitreichende positive Auswirkungen auf die gesamte Region haben. In diesem Zusammenhang war es der CDU Bad Bramstedts gelungen, Kay Evers, den in Bad Bramstedt wohnenden Geschäftsführer der Landesgartenschau, für eine Vorausschau auf diese gewinnen zu können. Am 24. Februar hielt er im Kaisersaal einen hochinteressanten und kurzweiligen Vortrag darüber, bei dem ihm die Begeisterung für sein Projekt deutlich anzumerken war.

Die Besucher erfuhren neben den durchaus beeindruckenden Zahlen zur LGS vor allem auch viel über das Gesamtkonzept und die dahinterstehenden Ideen. Speziell  die zum Einsatz kommende Technik sowie Aspekte des Garten- und Landschaftsbaus wurden erläutert und natürlich das attraktive Rahmenprogramm vorgestellt. Anschließend stand Herr Evers noch für die zahlreiche Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.

Der CDU-Ortsverein Bad Bramstedts freut sich über einen gelungenen Abend, wobei er natürlich hofft, dass die nächsten derartigen Veranstaltungen einen noch besseren Publikumszuspruch erfahren.

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Einladung zum Vortrag über Landesgartenschau

Liebe CDU Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

mal ganz ehrlich, sehnen Sie sich da nicht auch inzwischen nach Frühling, Sonne und Wärme, wenn Sie morgens aus dem Haus gehen? Danach, endlich mal wieder etwas anderes als Grau-in-Grau zu sehen?

Dieses Bedürfnis nach mehr Farbe kann gleich zu Beginn des Frühlings reichlich gestillt werden, denn dann öffnet die Landesgartenschau in Norderstedt! Mit ihrer Farben- und Blütenpracht wird sie uns alle für die graue Jahreszeit entschädigen, steht sie doch in diesem Jahr unter dem Motto „Wald, See und Feld in voller Blüte“.

Daneben wird die Landesgartenschau aber auch positive Auswirkungen verschiedenster Art auf die gesamte Region haben. Hierüber möchten wir als Bramstedter CDU Sie gerne informieren und freuen uns sehr, dass wir den Geschäftsführer der Landesgartenschau Norderstedt, Herrn Kai Evers, für einen Vortrag gewinnen konnten.

Die CDU Bad Bramstedts lädt Sie herzlich zu einer Infoveranstaltung am Donnerstag, den 24.Februar 2011 um 19.30 Uhr in den Kaisersaal ein und freut sich auf Sie!

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Forderungen der CDU zum Verlauf der A20

In der letzten Sitzung des Planungsausschusses am Montag, den 08.02.2011 beantragte der Sprecher der CDU Fraktion Claus Bornhöft eine weitere Initiative zum geplanten Trassenverlauf der A 20 im Süden Bad Bramstedts. Neben den vielen Eingaben der Anwohner und der Stadtverwaltung sieht die CDU weiteren Handlungsbedarf. Er führte dazu noch einmal wie nachstehend aus:

Unser Hauptproblem ist allerdings die Planung für die A20 im Bereich Bad Bramstedt. Die Bundesautobahn A 20 soll über die AKN und über die Straße zwischen Bad Bramstedt und Lentföhrden hinweggeführt werden in einer Höhe von 7 m; die geräuschverursachenden Motoren liegen also in etwa 8 m Höhe über Niveau in einer Entfernung von 800 m zum Kurgebiet und 600 m zum Wohngebiet Bissenmoor. Dies ist inakzeptabel und unseres Erachtens auch nicht notwendig, denn

  • die A7 verläuft sowohl im Bereich Kaltenkirchen/Dodenhof wie auch im Bereich Großenaspe unter der AKN und unter den Straßen hindurch, wie fast auf der gesamten Strecke;
  • auch die A20 verläuft nach der Planung unter den Nebenstraßen hindurch, z.B. schon ab Weddelbrook in Richtung Westen und ab Schmalfeld in Richtung Osten;

Es ist völlig unverständlich, dass nur im Bereich von Bad Bramstedt, wo in nächster Nähe ein leistungsfähiges Kurgebiet und eine völlig neue Wohnsiedlung vorhanden sind, die Bundesautobahn so hoch herausgebaut werden soll.

Wir beantragen, dass Bürgermeister Kütbach mit den Fraktionsvorsitzenden und den Verwaltungschefs der Kurkliniken und den Sprechern der Bürgerinitiative Bissenmoor Gespräche mit den Verkehrsministern führt, damit es nicht dazu kommt, dass die Bürokraten im Planfeststellungsverfahren unsere berechtigten Einwendungen einfach abbügeln.

Der Antrag der CDU Fraktion Bad Bramstedt erhielt einmütige Zustimmung von allen Fraktionen des Planungs- und Umweltausschuß.

Nachdem die Kommunalpolitiker aus dem Bereich Ostholstein erfolgreich ein Gespräch bei Verkehrsminister Ramsauer erreicht haben, ist es der Wunsch des Planungs- und Umweltausschuß mit den Verkehrsministern Ramsauer wie auch mit Minister de Jager diesen Planungen Einhalt zu gebieten.

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Vorschläge der CDU Fraktion Bad Bramstedt zum Verkehrskonzept

Nach eingehender Auswertung des städtebaulichen Rahmenplanes der Stadt Bad Bramstedt aus dem Jahre 1984, der Ergebnisse des städtischen Workshops, der Planungsvorschläge des Bürger- und Verkehrsvereins und anderer unterbreitet die CDU Fraktion für die weiteren Gremienberatungen nachfolgende Vorschläge für das Verkehrskonzept : 

Mit der Fertigstellung der Ortsumgehungsstraße zum Jahreswechsel 2011/2012 werden sich die Verkehrsströme in und um Bad Bramstedt nachhaltig verändern mit der Folge einer erheblichen Entlastung der Innenstadt von Fahrzeugen, Lärm und Abgasen und damit eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität für die Einwohner in der Stadt; diese Wertsteigerungen sollen durch eine Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in der Stadt und weitere städtebauliche Maßnahmen optimiert werden; die Umsetzung ist zum Teil vordringlich, sie kann zum anderen Teil in den nächsten Jahren entsprechend der sich ergebenden Verkehrsentwicklung vollzogen werden.

 I.  Vordringliche Maßnahmen bis zur Eröffnung der Umgehungsstraße:

  • Der Lohstücker Weg bleibt Bundesstraße und wird die Hauptzufahrt in die Stadt; für einen geordneten Verkehrsfluss sind erforderlich- die Schaffung einer Ampelanlage an der Kreuzung Amt Bad Bramstedt-
       Land/Famila ,
    – die Kreuzung Butendoor/Lohstücker Weg wird mit
      leistungsfähigen Abbiegespuren und einer bedarfsgerechten
      Ampelschaltung versehen, die insbesondere den Abbiegeverkehr
      optimiert.
  • Die Bimöhlerstraße wird ebenfalls Zugangsstraße von der Umgehungsstraße, allerdings mit geringeren Auswirkungen:- der Bahnübergang muss verbessert werden; die Schließzeiten für die
      Schranken sind durch die AKN deutlich zu reduzieren; z.B. dadurch,
      dass keine Begegnung von Personenzügen in Bad Bramstedt stattfindet,
      sondern in Wiemersdorf oder Lentföhrden,
    – es sind Abbiegespuren vom Landweg zur König-Christian-Straße in
      beiden Richtungen zu schaffen,
    – die Ampelschaltung ist zu optimieren, z.B. muss es möglich werden, bei
      geschlossener Schranke aus dem Landweg nach rechts in die König-
      Christian-Straße abzubiegen.  

II. Möglichst noch bis zur Eröffnung der Umgehungsstraße sollten folgende Maßnahmen angestrebt werden:

 –       Geschwindigkeitsreduzierung in der Bimöhlerstraße durch stufenweise angelegte Parkzonen am Fahrbahnrand, die auf beiden Seiten durch Markierungen eingerichtet werden.
–       Die Verbindungsstraße von der Hamburger Straße zum Bleeck im Bereich der Raiffeisenbank ist für den allgemeinen Verkehr zu schließen; von Süden her ist eine Einbahnstraße einzurichten als Zufahrt zu den Parkplätzen, Tankstelle, Burger King in Richtung Norden; am Ende dieser Anlieger-Einbahnstraße darf nur nach rechts in die Straße vor der Raiffeisenbank oder nach links in die Altonaer Straße abgebogen werden
(keine Durchfahrt gerade aus auf den Bleeck!); die frei werdenden Straßenflächen können als Pkw-Parkraum genutzt werden. Dafür entfallen die Parkplätze auf städtischem Grundstück nördlich der Raiffeisenbank an der Grünfläche.
–       Die Straße vor der Raiffeisenbank ist wieder für den allgemeinen Verkehr in beide Fahrtrichtungen zu öffnen, und zwar mit einer Linksabbiegespur an der Einmündung Butendoor in Richtung Norden; ebenso ist die Straße vom Butendoor im Bereich der Raiffeisenbank mit einer Linksabbiegespur zu versehen in Richtung Straße vor der Raiffeisenbank.
–       Schaffung einer Zufahrt vom Bleeck auf den Parkplatz an der Westseite des Bleeck im Bereich der Bushaltestelle (Sofortmaßnahme!).

III.  Nach Fertigstellung der Umgehungsstraße und einer Übersicht über die dadurch bedingte Verkehrsentwicklung sind folgende Maßnahmen mittel- und langfristig durchzuführen:

  •  Bleeck :

 –       Fahrbahnreduzierung zunächst durch Markierungen,

–       Ampelregelung an der Kreuzung Glückstädter Straße/Mühlenstraße
        (kein Kreisel!).

–       keine Durchfahrt von der Hauptstraße über den Parkplatz zum Achtern Bleeck

–       der Parkplatz auf der Westseite muss in seinem jetzigen Umfang für die vielfältigen Nutzungen bestehen bleiben (z.B. Parkangebot bei überörtlichen Veranstaltungen im Schloss bzw. Kaisersaal; Nutzung durch Wochenmarkt und Großveranstaltungen wie Musikfest, Jahrmärkte, verkaufsoffene Tage, Weihnachtsmarkt und vieles mehr); die Parkplätze an der Ostseite sind auch von Norden her durch Aufgabe des durchlaufenden Striches anzufahren(links abbiegen!); keine Schrägaufstellung,

–       Der Taxenparkplatz bleibt an seinem Standort mit einer Optimierung der Zu- und Abfahrt.

  •  Landweg/Maienbeeck :-       Gestalterische Maßnahmen wie Begrünung,

–       Schaffung von Vorflächen,

–       Schaffung eines Radweges,

–       Kirchenkreuzung Regelung durch bedarfsgerechte Ampelschaltung unter besonderer Berücksichtigung der Abbiegeverkehre.

Später kann geprüft werden, ob Ampelanlagen in der Innenstadt entfallen können und ersetzt werden durch Vorfahrtsregelungen, Vorfahrt rechts vor links oder Lreisverkehr, wobei die CDU Kreisverkehre in der Innenstadt grundsätzlich nicht für günstig hält, weil sie einen erheblichen Platzverzehr haben und nur den Pkw-Fahrer bevorzugen mit erheblichen Nachteilen für Radfahrer und Fußgänger; Kreisverkehre an der Kirchenkreuzung bzw. an der Kreuzung leeck/Glückstädterstraße, Mühlenstraße würden zu erheblichen Verschlechterungen der jetzigen Nutzungen beim Bleeck vor Rolands-Eck, an der Grünfläche  und vor Fülscher und bei der Kirchenkreuzung beim Parkplatz vor dem alten Amtsgericht und an der Kirche führen.´

  • Butendoor/Oskar-Alexander-Straße:abknickende Vorfahrt vom Butendoor zum Kurgebiet und umgekehrt zur Verbesserung der Verkehrsanbindung. 

Die Abwicklung der mittel- und langfristigen Maßnahmen wird sich im Wesentlichen nach den finanziellen Möglichkeiten der Stadt Bad Bramstedt richten, wobei es nach wie vor wünschenswert ist, wenn öffentliche Fördertöpfe mit Zuschüssen, zinsgünstigen Darlehen etc. sich beteiligen werden; die Anlieger von Bleeck, Kirchenbleeck, Landweg und Maienbeeck sind zum Teil schon mehrfach zu Anliegerbeiträgen herangezogen worden, so dass eine Inanspruchnahme – soweit rechtlich zulässig – vermieden werden sollte. Die CDU-Fraktion wird bei jeder in Betracht kommenden Maßnahme hierauf in besonderer Weise achten.

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